Playlist BarKanada August 2012

Who Put The Blame On Who (excerpt) PEACEWORK choices 2007
Where Did You Go Scott MathesonMcCord Scott McCord & The Bonafide Truth Summer 2012
Ruining Love Jeff Rogers Let It Show 2012
Bitter Grasses Karyn Ellis EVEN THOUGH THE SKY WAS FALLIN 2011

Karyn Ellis, sie singt von Bitteren Gräsern, und soviel ich weiß beschreibt sie damit nicht ihre Vorliebe für herbe Kräuter und auch nicht eine vergilbte alte Liebe, wie man aus dem Songtext schließen könnte. Stattdessen soll dieses Stück im Auto, auf einem abgeernteten Kornfeld geparkt, entstanden sein. Und statt zum improvisierten Parkplatz dazugehörigen Festival zu gehen, wo Ellis wieder nicht gebucht war, blieb die Musikerin hinter’m Steuer sitzen und schrieb sich den verkannten Komponistenfrust auf dieser Weise von der Seele. Seit ihr vor zwei Jahren eine Subventionsspritze bewilligt wurde, mittels derer sie ihre Originalkompositionen auf die silbernen Scheibchen zu bannen vermochte, Ron Sexsmith Produzent Don Kerr ist hier vielleicht im Sound wiederzuerkennen, scheint sich dieses Schicksal zu wenden: In Kingston habe ich Karyn Ellis aus British Columbia vor kurzem live gesehen, solo, mit Gitarre, in Ben’s Pub – und auf verschiedenen Festivals quer über das nordische Riesenland scheint sie nun auch zu gastieren. Auf Youtube hat Karyn einiges zum Angucken …

Prana Patajali

Dies ist Prana, von einer Montrealer Formation, die sich Patajali nennt, bei solcher Musik packt mich immer das Reisefieber – diesen tollen Flötenspieler kann man im Montrealer L’Escalier hören und sehen, wo wir in zwei Wochen ebenfalls wieder mit tongue & groove gastieren – L’Escalier in Montreal, eine wunderbar kreative Studentenkneipe, sehr zentral gelegen zwischen der Universität Quebec in Montreal UQAM und dem sogenannten Village Stadtviertel mit vielen homosexuellen Clubs und Cabarets, wo ein Teil der St. Catherine Street seit neuestem in eine Fußgängerzone umgewandelt ist – falls in Montreal, solltet Ihr dort unbedingt mal reinschauen, zumal die Küche dort sehr preisgünstig vegetarische Gerichte anbietet. L’Escalier Montreal, der Name bedeutet Treppe – man öffnet die Tür im Parterre und steigt die Stufen hoch in den ersten Stock, wo sich die Kneipe Kaffehaus-artig über mehrere Räume ausdehnt. Von den dort häufig presenten Studierenden kann man viel über die politische Situation erfahren – kaum etwas Gutes wissen sie zu sagen, nur dass die Opposition zum konservativen Ausverkauf der kanadischen Resourcen zu Dumpingpreisen inzwischen stärker wird, und die Montreal umgebende Provinz Québec Anfang September hoffentlich ihren Premier Jean Charest abwählt. Auch die Prozesse zum Wahlbetrug durch die noch immer amtierende Bundesregierung scheinen die ersten Hürden zu nehmen, da eine erste Gerichtsinstanz ein juristisches Verfahren für berechtigt und nötig befunden hat, dennoch werden vermutlich Jahre hingehen, bevor aufgeklärt ist, wer für die Manipulationen zur Rechenschaft zu ziehen ist.

Arrogant und doppelzüngig, so würde ich das Vorgehen der kanadischen Regierung unter Stephen Harper beschreiben, und es gibt viele Hinweise, dass die konservativen Regierung sich niemand anderem als der Öl- und Waffenindustrie und dem Bergbau verpflichtet sieht – angeblich unabhängige Informationen zu den Ölsanden in Alberta stammten von einem Regierungsrechner und entpuppten sich als reine Propaganda – Tausende von WissenschaftlerInnen, die in der Verwaltung des Riesenlandes den Zustand der Natur überwachen, sind entlassen worden, die wenigen verbleibenden werden gegängelt, nicht ohne Zensur zu den Medien zu sprechen. Alle möglichen anderen Angestellten im öffentlichen Dienst haben evenfalls den rosa-farbenen Schein mit der Kündigung erhalten, während Kanada’s Regierungschef den Senat mit seinen Schergen dotiert, von denen einige ihre Wahlkreise verloren hatten – das dies Stephen Harper’s Wahlversprechen Hohn straft, scheint ihn heutzutage wenig zu kümmern. Authochthone Völker sehen sich völlig ignoriert in ihren Belangen, wenn diese der Gier nach dem schnellen Geld zuwiderlaufen, Stichwort Ölpipelines. Bestens und sehr künstlerisch ist das in einem Video dargestellt, eine Band aus den Reihen der HaidaGwaii in British Columbia plant darin eine andere Pipeline Route, von Alberta direkt auf den Schreibtisch von Stephen Harper in Ottawa, dann soll er mit dem Dreck fertig werden – Tankertransporte und die anscheinend unvermeidlichen Lecks der geplanten Enbridge Ölpipeline würden in der westlichsten kanadischen Provinz pristine und fischreiche Gewässer ruinieren und die Lebensgrundlage der HaidaGwaii unwiederbringlich zerstören. Hier ist Pipedream von der Formation HaidaGwaii Coast. Dazu noch ein Ratschlag von dem kanadischen Ober-Öko-Guru David Suzuki:
“Yo kids, gotta do more than recycle. Gotta go psycho ’bout where the pipe goes.”
Pipe Dreams! Raven vs. Pipeline BY: Haida Gwaii CoASt http://haidagwaiicoast.ca/

Lillehammer Misteur Valaire
Avec Toi Rémi Y.Morissette
The Poursuit Faye Blais On The Bright Side 2012
Lord I Just Can’t Keep From Cryin’ The Barr Brothers
Anything For You André Brisebois alias Dray Wood Suitcase Full Of Blues 2012
Wake Up Harpoonist and Axemurderer Checkered Past 2011
Who Put The Blame On Who (excerpt) PEACEWORK choices 2007

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