Playlist Spektakel Oktober 2013

Angola, Louisiana Gil Scott-Heron Secrets 1978

Gil Scott-Heron mit “Angola, Louisiana”, nach dem gleichnamigen Gefängnis im Süden der Vereinigten Staaten, aus dem nach über 40 Jahren Isolations-Haft endlich der todkranke Herman Wallace entlassen wurde, Herman Wallace, ein populärer, erster Aktivist im Gefängnisarm in der afro-amerikanischen Partei “Die Schwarzen Panther”, fälschlicherweise verurteilt und inhaftiert für Mord an einem Gefängniswärter, drei Tage nach seiner Befreiung durch eine richterliche Anordnung verstarb er Anfang Oktober, umringt von seiner Familie und Freunden, seine letzten Worte “ich bin frei, ich bin frei!”. Hervorragende Information im Form von Video, Audio und Print findet ihr dazu bei der früheren Vietnam-Kriegsberichterstatterin Amy Goodman auf ihrer Seite im Internet unter www punkt democracyNow punkt org, das steht für Organisation, democracynow. Org finanziert sich nämlich ausschließlich über private Spenden und lehnt jegliche Unterstützung durch große Unternehmen ab, daher sind die Nachrichten und Berichterstattung dort auch gnadenlos und super transparent –

Democracynow.org, dort gibt es auch eine Reportage zum zweijährigen Jubiläum der Occupy-Bewegung, herzlichen Glückwunsch und nicht lockerlassen, und der unabhängige Report bezüglich Polizei Brutalität und Grundrechtsverletzungen während des G20 Gipfels in Toronto folgert, dass Dissent von der Polizei kriminalisiert wird anstatt zu helfen, wie gemäß der definierten Rolle der Polizei in vielen westlichen Staaten dieser Welt, dieses demokratische Grundrecht auszuüben, in der Donnerstagausgabe hat democracynow eine der Ko-AutorInnen und einen ägyptischen Demonstrationsrechtler als auch einen Menschenrechtsanwalt, sehr interessant:

Gil Scott-Heron, verließ diesen Planeten am 27. Mai vor zwei Jahren, ein politisch sehr engagierter Musiker mit seinem eigenen Stil, ich erinnere mich, wie er nach einem richtig schweren Sturm 2 Stunden zu spät zu seinem eigenen Konzert zum Ottawa Jazzfest kam und trotzdem super relaxed auf der Bühne herumalberte, es habe auch beim Zoll länger gedauert, da die Beamten wissen wollten, ob er Drogen dabei hätte. Und darauf habe er geantwortet, “nee, aber ich kann Dir welche besorgen”, was die Uniformierten nicht besonders lustig fanden …

Gil Scott-Heron, herzlichen Dank für die Musik und Orientierung innerhalb der rassistisch oder sonstwie motivierten Ungerechtigkeiten des sogenannten freien Westens. Und damit allen ein herzliches Willkommen zum Spektakel, der neue Titel meiner Sendung hier auf Radio Tonkuhle, immer jeden zweiten Samstag im Monat.

Johnny B. Goode Chuck Berry Chuck Berry Is On Top 1958

Das ist natürlich der einzigartige Chuck Berry, mit seinem 1958 Hit Johnny B. Goode, mit dem charakteristischen Sound des schleppenden Kontrabass von Jonnie Johnson – nun ist es 55 Jahre später und Chuck Berry, The Prime Minister of Rock’n Roll, wie es auf seiner Internetseite heißt, wird am 18. Oktober 87 – ja siebenundachtzig, habt Ihr richtig gehört, und ratet mal, er kommt in diesem Monat nach Europa auf Tour:

am Dienstag, den 22. Oktober kann man Chuck Berry sehen im Kulturhaus Steinegg, Italien, tags drauf, am Mittwoch, den 23. Oktober ist er in Helsinki, im Finlandia-Talo zu Gast, sowie am Samstag, den 26. Oktober rockt Nord-Amerika’s erster Singer/Songwriter ab im Sentrum Scene im norwegischen Oslo. Außerdem hat der Vater und Großvater auch einen regelmäßigen Gig in seiner Geburtsstadt in St.Louis, Missouri, immer noch, mit stolzen 86 gibt Chuck Berry einmal im Monat ein Konzert im dortigen Blueberry Hill, wo sein Sohn Chuck Jr. Gitarre und seine Tochter Ingrid Harmonika in seiner Band spielen, so erzählte mir der Veranstalter und langjährige Clubbesitzer Joe Edwards am Telefon – gerade vor drei Tagen soll Berry am Mittwoch wieder eine gefeierte Show abgezogen haben, seufz. Ich habe seinem Manager auch eine Interview-Anfrage geschickt, wobei mich Manager und Veranstalter gleich vorgewarnt haben, dass der betagte Star nur noch sehr selten Interviews gibt. Youtube ist ja da immer eine Recherche wert, so habe ich ein ziemlich interessantes Gespräch gefunden mit Robbie Robertson, der in Toronto geborene prominente Musiker-Sohn einer Six-Nations-Mohawk Mutter und eines jüdischen Vaters, Robbie Robertson präsentierte mit Levon Helm in der Band “The Hawks” häufig prominente Gast Performer wie z.B. Chuck Berry, der erste Teil dieses Gespräches hat keinen Ton, jedoch der zweite Teil ist hier eingebettet:

Dort erklärt Chuck Berry, dass er das charakteristische Gitarrenriff zuerst von Carl Hogan hörte, in dem Louis Jordan Klassiker “Ain’t That Just Like a Woman (They’ll Do it Every Time)” aus dem Jahre 1946.

Carl Hogan hörte, in dem Louis Jordan Klassiker “Ain’t That Just Like a Woman (They’ll Do it Every Time)” aus dem Jahre 1946

Weil es vermutlich noch einige Zeit dauern wird, bevor ich nach St.Louis komme, und weil ich folgenden Titel auch super gerne mag, hier is noch’n weiterer Chuck Berry Hit, viel Vergnügen mit Nadine, and have nice Trip to Europe, Mr. Prime Minister.

Nadine Chuck Berry

Fire And Brimstone Trombone Shorty Say This To Say That 2013

Schön dass Ihr wieder reinhört zum Spektakel, hier auf Radio Tonkuhle, immer jeden zweiten Samstag im Monat, wir hörten Trombone Shorty Troy Andrews mit “Fire And Brimstone”, auch dieser talentierte junge Mann aus der Meter Familie, The Meters, ihr erinnert Euch, die legendäre Funk Band um New Orleans Big Bang Allen Toussaint and The Neville Brothers, and Troy Andrews ist der Neffe von James Andrews, der viel Trompete für Toussaint’s productions spielte, Troy Andrews, aka Trombone Shorty, ist im Oktober für ein paar Live Konzerte in Europa:

Heute abend ist der Hornfanatiker im Dortmunder Freizeitzentrum West, dem am Montag, dem 14. Oktober Trombone Shorty dann zu Gast im Hamburger Grünspan, im Fritz Club in Berliner Postbahnhof ist der super rhythmische New Orleans Trompeter am Dienstag abend, tags darauf im französischen Tourcoing Jazz Festival, wer weiß, wie dett ausgesprochen werden soll, und am Donnerstag, dem 17. Oktober beschließt Troy Andrews seinen neuerlichen Europa-Stint mit einem Konzert zum Festival Des Libertés im belgischen Brüssel, seine Band Orleans Avenue klingt wie einbaute Vorfahrt for a good time. Es gibt da auch eine ziemlich neue Scheibe mit dem Titel “Say This To Say That”, ich habe einige Titel gehört und kann sie nur empfehlen, speziell wenn man eigentlich Rockmusik mag. Viel Spaß, Trombone Shorty, mein zweiter Konzerttip im Monat Oktober hier im Spektakel. Im selben Atemzug möchte ich Kermit Ruffins nennen, ebenfalls ein toller und verdienter New Orleans Trompeter, seine Sessions gehen inzwischen auch im Kleinbus ab, wie hier mit dem Stuff Smith Song “If You’re A Viper” – viper war ein gebräuchlicher Slang für Marihuana Raucher, inspiriert durch den zischenden Sound, der beim Inhalieren der Droge entsteht, die viele Jazzmusiker bis heute inspiriert, Louis Armstrong hatte dafür auch eine Vorliebe. Und Reefer bedeuted marihuana joint, aber alles das wisst Ihr ja vermutlich viel besser als ich, Ihr Lieben. Give it up for Kermit Ruffins Jam in The Van

If You’se A Viper Kermit Ruffins youtube clip

Find A Way Jack Pearson
Yes, it is Dennis Wage on the keys, Pearson’s Frau Elizabeth Pearson am Bass, & Bryon Larrance on drums.

On The Streets Winnipeg’s Most feat. Kobe 2010

I Won’t Give Up Greg Nagy 2013

Brandneue Single von Greg Nagy, kann man von emusic herunterladen, Greg Nagy, der hat auch ne ganz gute Band, wie es auf Youtube scheint, der afro-amerikanische Schlagzeuger der Band gefiel mir auch sehr gut, er hat zwar ne schrecklich laute Snare, jedoch auch ein paar Tricks und ganz nettes Timing, pocket, wie Brian immer sagt. Live gefiel mit Greg Nagy fast noch besser, daher hier Nagy’s version of Reconsider, vom April dieses Jahres, live aufgenommen im Biscuits & Blues on 401 MASON ST. SAN FRANCISCO, CA 94102

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